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Geiersberg

Wallfahrtskirche zur Schmerzhaften Muttergottes auf dem Geiersberg
Patrozinium: 15. September

Die Wallfahrtskirche wurde der in einem Schlusstein im Chor angebrachten Inschrift zufolge im Jahr 1486 vollendet.

Die Kirche zählt zu den ältesten Pilgerstätten Bayerns. Dies wird belegt durch das in der Kirche erhaltene, um 1400 entstandene Vesperbild sowie eine auf dieses bezogene Bildtafel von 1483, mit welchem eines der frühesten, mit einer Wallfahrt ursächlichen verbundenen Gemälde in Bayern erhalten ist. Die Marienverehrung in Verbindung mit dem Leichnam Christi stand wohl die Errichtung des so genannten Fünf-Wunden-Brunnens zu Beginn des 17. Jhr.s auch bildhauerisch Ausdruck verliehen worden ist.


Bei der laut Inschrift 1486 vollendeten und später im Westlichen nur am Turm veränderten Wallfahrtskirche handelt es sich um einen in architektonischer Hinsicht interesanten Sakralbau, der - zwar in der Tradition der Spätgotik stehend -, jedoch ohne die im 15. Jh. typischen Außenstreben errichtet, einen für diese Zeit fortschrittlichen Bau darstellt.


Bemerkenswert sind die erhaltenen und teilweise in der Kirche ausgestellten Votivbilder von außergewöhnlicher Qualität, die als Bestandteil der schriftlich in großer Anzahl überlieferten Votivgaben sowohl Zeugnisse der regen Wallfahrtstätigkeit als auch der volkstümlichen Kunst sind. Noch heute wird die Wallfahrtskirche auf dem Geiersberg von den Deggendorfern als Andachtsstätte aufgesucht.

 

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