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Die Feier der kirchlichen Trauung - Aktuelle Hinweise für Brautleute

Aus aktuellem Anlass weisen wir darauf hin, dass für die Feier der kirchlichen Trauung einige wichtige Dinge im Bezug auf Gestaltung und Vorbereitung unbedingt zu beachten sind. Die Hinweise für (künftige) Brautpaare sind im Folgenden nachzulesen bzw. im Pfarrbüro in schriftlicher Form erhältlich.

 

Sehr geehrtes, liebes Brautpaar,

Sie haben sich für die kirchliche Trauung - d. h. zur Feier des Sakramentes der Ehe - in unserer Pfarrgemeinde entschieden. Ihre Seelsorger freuen sich darüber und tragen gerne dazu bei, dass diese Feier zu einem festlichen Ereignis wird, das Ihre Partnerschaft in eine gute gemeinsame Zukunft trägt.

Die folgenden Hinweise möchten bei der Vorbereitung und Gestaltung Ihrer Hochzeitsfeier helfen.


Die vorbereitenden Gespräche

In der Regel wird der Hochzeitstermin langfristig im Pfarrbüro vereinbart.

Der Vorbereitung dienen zwei Gespräche, die mit Stadtpfarrer oder Kaplan geführt werden.

Das erste Gespräch findet acht bis zehn Wochen vor der Hochzeit statt. Für Brautpaare, die nicht in unserer Pfarrei wohnen, ist für dieses Gespräch der Pfarrer des Wohnsitzes zuständig.


Bitte beachten: Zuständigkeit bei Trauungen

1. Pfarrei des Wohnsitzes des Brautpaares

2. Pfarrei des Wohnsitzes der Braut

3.  Pfarrei des Wohnsitzes des Bräutigams

4. Pfarrei des Wohnsitzes des kath. Partners bei einer konfessionsverschiedenen Ehe

Zu diesem Gespräch bringen Sie, bitte, ein Taufzeugnis mit, das zu diesem Zweck neu (nicht älter als sechs Monate) ausgestellt sein muss. Sie erhalten das Taufzeugnis bei Ihrem Taufpfarramt (Eintrag der Taufe im Stammbuch der Eltern genügt nicht!). Brautleute, die in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt getauft wurden, benötigen dieses Taufzeugnis nicht.

Sollten keine neu ausgestellten Taufzeugnisse beigebracht werden können, muss ein Eid über den Ledigenstand abgelegt werden.

Wenn Sie bereits zivil getraut sind, nehmen Sie das Stammbuch zusammen mit der Bescheinigung der Eheschließung für religiöse Zwecke mit.

Bei diesem ersten Gespräch werden die Personalien aufgenommen. Es wird festgestellt, ob eventuelle Ehehindernisse vorliegen und ob das Brautpaar bereit ist, das von der Kirche verlangte Eheversprechen zu geben.

Dieses Eheversprechen beinhaltet alles, was eine sakramentale Ehe ausmacht: Einheit, Unauflöslichkeit, das Ja zum Kind und die Einbindung in das Christusgeheimnis.

All das wird in einer offenen und freundlichen Atmosphäre erörtert und mit Ihnen, den Brautleuten, durch besprochen. Anstehende Fragen werden beantwortet, Probleme und eventuelle Schwierigkeiten diskutiert.

Dazu werden erste Überlegungen über die Gestaltung der Trauung gemacht.

Das zweite Gespräch findet kurze Zeit vor der Trauung, mit dem Geistlichen der die Trauung hält, statt. Dabei wird der Verlauf der Feier im Detail und alle Fragen, die sich noch ergeben haben, besprochen. (vgl. Hinweise beim Abschnitt "Trauungsgottesdienst")


Der Brautleutekurs

Der Brautleutekurs ist eine wichtige Station auf dem Weg zur Eheschließung und bedeutet eine große Hilfe für die Partnerschaft und für das Leben als Familie.

Die Teilnahme am Brautleutekurs müsste für Sie eine Selbstverständlichkeit sein, denn die Fragen, um die es da geht, sind sehr wichtig: „Was bedeutet partnerschaftliches Leben im Alltag?", „Was heißt es, eine Ehe als Christen zu führen?"

Ein Verzeichnis der Brautleutetage können Sie jeweils ab Dezember im Pfarrbüro erhalten bzw. einsehen. Brautleutetage sind entweder im Pfarrsaal in Metten oder im Pfarrzentrum St. Martin in Deggendorf. Rechtzeitige Anmeldung erforderlich beim:

Kath. Kreisbildungswerk Deggendorf e. V. 94557 Niederalteich, Tel. 09901/6228 (Mo-Do: 8-12 Uhr)


Das Sakrament der Versöhnung (Beichte)

Da mit der Trauung ein neuer wichtiger Lebensabschnitt beginnt, sollen die Brautleute vorher das Sakrament der Versöhnung empfangen. Beichtzeiten ersehen Sie aus dem Pfarrbrief. Auch kann eine besondere Zeit mit einem Priester vereinbart werden. (zur Vorbereitung und zum Ablauf der Beichte: Gotteslob Nr. 60)


Die Feier der Trauung

Für die Trauung stehen Ihnen die Kirchen in unserer Pfarrei zur Verfügung: Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt - Wallfahrtskirche auf dem Geiersberg - Spitalkirche St. Katharina - Kirche St. Erasmus, Deggenau

Die Eheschließung wird entweder innerhalb der Heiligen Messe oder in einer Wort-Gottes-Feier begangen.

Wenn einer der Partner evangelisch ist, wird als Gottesdienstform grundsätzlich die Wort-Gottes-Feier gewählt, da den katholischen und evangelischen Christen dieser Gottesdienst gemeinsam ist, und sich außerdem der evangelische Partner nicht von katholischer Seite vereinnahmt fühlen muss. (Näheres beim Gespräch!)

Das Gleiche gilt, wenn ein Partner ohne Bekenntnis ist.

Besondere Wünsche (z. B. musikalische Gestaltung, Auswahl der Lesungen und Fürbitten) werden nach Möglichkeiten gerne berücksichtigt.

Alle Ihre Hochzeitsgäste, besonders Ihre nächsten Angehörigen, sind herzlich eingeladen, den Gottesdienst aktiv mitzufeiern. Es wäre schön, wenn Freunde oder Angehörige bei Lesung und Fürbitten mitwirken könnten.

Empfang und Einzug

Sie und Ihre Hochzeitsgäste versammeln sich vor der Kirche; der Priester begrüßt am Kircheneingang und alle ziehen in die Kirche ein: Ministranten und Priester - evtl. Kinder, die Hochzeitskerze und Eheringe tragen - das BRAUTPAAR, die Trauzeugen und die Hochzeitsgäste. Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Hochzeitsgäste bereits in der Kirche Platz genommen haben.

Sie, die Brautleute, gehen zum vorbereiteten Platz vor dem Altar.

Gerne schenken wir Ihnen für Ihre Trauung die Hochzeitskerze als kleine Aufmerksamkeit unserer Pfarrei.

Wenn Sie keine Kinder haben, die Hochzeitskerze und Ringe beim Einzug herein tragen, wird beides von uns auf den entsprechenden Platz gelegt.

Wortgottesdienst und Spendung des Sakramentes der Ehe

Nach Einführung in die Feier, dem Lobpreis des Gloria und dem Tagesgebet folgen Lesung und Evangelium, es schließt sich die Predigt an. Nach der Predigt stellen sich die Trauzeugen seitlich hinter das Brautpaar. Der Priester oder der Diakon kommt zu Ihnen; er leitet zu den Fragen nach der Bereitschaft zur christlichen Ehe über; anschließend segnet er die Ringe.

Es folgt nun die EHESCHLIESSUNG; dazu gibt es zwei Formen:

Form A: Vermählungsspruch von Bräutigam und Braut selbst gesprochen, dabei Anstecken der Ringe.

Form B: Vermählung durch das Ja-Wort mit Anstecken der Ringe.

Es schließt sich die Bestätigung der Eheschließung an und es wird der FEIERLICHE TRAUUNGSSEGEN gesprochen.

Anschließend entzünden die Brautleute ihre Brautkerze; die Trauzeugen unterschreiben und bestätigen damit Ihre Eheschließung und gehen auf ihre Plätze in der Kirchenbank zurück. Es folgen nun die Fürbitten.

Bei einer Wort-Gottes-Feier wird nun das Vaterunser gesprochen, der Friedensgruß erteilt, dann folgt die Verabschiedung und der feierliche Schlusssegen.

Eucharistiefeier

Mit der Gabenbereitung beginnt die Eucharistiefeier. Zu ihr gehören das Hochgebet mit Wandlung, Vaterunser, Friedensgruß, Kommunionempfang. (Sie können, wenn Sie es wünschen, die hl. Kommunion auch unter den Gestalten von Brot und Wein - d. h. den Leib und das Blut Christi empfangen.)


Abschluss der Feier

Mit der Verabschiedung und dem feierlichen Schlusssegen endet der Trauungsgottesdienst. Sie, das Brautpaar, ziehen zusammen mit den Hochzeitsgästen aus der Kirche hinaus.

Am Portal der Kirche sammeln unsere Ministranten nach einem alten Brauch für die Ministrantenkasse.

Bitte beachten Sie: Es ist nicht gestattet, in der Kirche Blumen zu streuen, ebenso ist verboten, Reis zu werfen - auch nicht vor der Kirche. (Unfallgefahr!) Reis ist ein Grundnahrungsmittel und gehört auf den Teller so vieler hungriger Menschen.


Wichtige Hinweise:


Kirchenmusik

Sie können unseren Kirchenchor oder einen anderen Chor (Gruppe) Ihrer Wahl bestimmen; rechtzeitige Bemühung ist darum erforderlich.

Wichtig ist, dass die Liedauswahl (Texte mit religiösem Inhalt - keine Schlager und weltlichen Lieder) der Würde der gottesdienstlichen Feier entspricht. Liedvorschläge für den Trauungsgottesdienst sind zum zweiten Gespräch mitzubringen, um unnötige Komplikationen zu vermeiden. Bei Unklarheiten sind wir oder unser Kirchenmusikdirektor Hermann Wellner gerne zu Auskünften bereit. Von der Pfarrei aus können wir Ihnen Kirchenchor und Organist oder Orgel allein anbieten (während er Sommerferien jedoch problematisch).

Ansprechpartner:
Kirchenmusikdirektor Hermann Wellner
(Tel. 0991/30665)

Wenn eine „Band" Ihren Trauungsgottesdienst begleitet, ist zu beachten, dass der Aufwand der Technik die liturgische Handlung nicht behindern darf, und die Lautstärke nicht störend wirkt. Wenn Sie eine Möglichkeit sehen, dass die Gemeinde auch das eine oder andere Lied mitsingt, ermutigen wir Sie dazu, weil damit die Mitfeier besonders deutlich wird. Tonträger sind in der Liturgie nicht gestattet.


Filmen und Fotografieren

Fotografieren und Filmen bei kirchlichen Trauungen ist grundsätzlich gestattet, sollte aber nicht störend wirken. Die Feier des Gottesdienstes an diesem Tag hat sicher für Sie höchsten Stellenwert und auch die Erinnerung an den Gottesdienst und die Feier der Trauung in Bild und Ton ist wichtig. In unserer Pfarrei gelten folgende Regelungen:

1.  Es dürfen nicht mehr als zwei Personen tätig werden.

2. Der Fotograf/Filmer beschränkt sich auf die für das Brautpaar wichtigen Abschnitte (Einzug, Wort-Gottes-Feier, Trauversprechen, Ringtausch, Trauungssegen, Auszug).

3.  Der Aufwand der Video-Technik darf in keinem Fall die liturgische Feier behindern.

Blumenschmuck

Wenn Sie Blumenschmuck wünschen, dürfen Sie sich die Wünsche gerne erfüllen. Dazu können Sie ein Blumengeschäft beauftragen, außer Sie oder Ihre Angehörigen versehen selber diese Aufgabe.

Das Familienstammbuch

Das Familienstammbuch können Sie einige Tage nach der Hochzeit, nun versehen mit dem Eintrag der kirchlichen Trauung, im Pfarrbüro abholen.

Zugleich erhalten Sie die Rechnung über die Aufwendungen durch unsere Pfarrei für die Trauung:

Trauung mit Eucharistiefeier: 30,00 €
Trauung mit Wortgottesdienst: 25,00 €.

Bitte beachten Sie die Öffnungszeiten des Pfarrbüros.

Eheschließung außerhalb unserer Pfarrei

Wenn ein Brautpaar in einer Kirche außerhalb unserer Pfarrei den Trauungsgottesdienst feiern will, ist es wichtig, mit dem für die Hochzeitskirche zuständigen Pfarrer den Termin zu vereinbaren. Das erste Gespräch für die Eheschließung findet aber bei uns statt; das zweite Gespräch dann mit dem Geistlichen, der die Trauung feiert. Geistliche der Pfarrei Mariä Himmelfahrt gehen zur Feier der Trauung grundsätzlich nicht in eine Kirche einer anderen Pfarrei.

Für Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

Stadtpfarrer Msgr. Ludwig J. Rösler

Pfarrsekretärin Andrea Pfeffer

Bitte beachten Sie bezüglich der musikalischen Gestaltung der kirchlichen Trauung folgende Stellungnahmen aus dem Referat Liturgie und Kirchenmusik des Bischöflichen Ordinariats Regensburg:

http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=4328

http://www.bistum-regensburg.de/download/borMedia1289505.PDF

 

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